top of page

Schreibst du auch im Geheimen ?

Ich kann jetzt erst, lange Zeit nach dem Entstehen der Gedichte und Texte, Kontinuität in mein vielfältiges Schreiben bringen; die Gedanken im Schriftkörper erklingen lassen, auf das ihre Melodie andere Ohren und Herzen erreicht. Wie ist es dazu gekommen ?


Offen gestanden habe ich immer wieder versucht mein Schreiben und Singen zu unterdrücken. Ich wollte lieber etwas Wichtiges machen, etwas für die Welt, die Gesellschaft und die Gemeinschaft, in der ich mich in einem bestimmten Lebensabschnitt bewegt habe. Und das hab ich gemacht und mache es immer noch. Doch war mir lange nicht klar, dass auch mein Schreiben diesen Auftrag erfüllt.


Erstens, kostet mich das Schreiben weniger Kraft als die Energie, die ich dafür aufgewendet habe, es nicht zu tun. (Für einige Dinge muss man wohl erst den Mut aufbringen...) Zweitens, bringe ich Wörter zu Papier, die von Herzen kommen. Warum sollten sie nicht wichtig sein, wenn es um den menschlichen Zusammenhalt geht? Der Mensch hat schließlich nicht nur Körper allein, sondern Geist, Herz und Seele.


Und doch ist es der Körper, der sich meldet, wenn man seine seelischen Ausdrucksformen unterdrückt oder unterdrücken muss. Bevor man krank wird, ist man in der Regel ziemlich unausgeglichen. Treffen die folgenden Fragen auf dich zu?


Bist du unzufrieden mit deinem Leben, obwohl dir deine Arbeit und dein Lebensstil an sich gefallen?
Hast du das Gefühl, dass dich niemand versteht oder Leute von dir profitieren, weil du immer gefallen willst?

Wenn du auf beide Fragen mit Ja! geantwortet hast, dann kann es sein, dass es dir wie mir geht: Ein Teil deiner Persönlichkeit wartet darauf ins Licht zu treten. In meinem Gedichtband "Goldklingeln. Gedichte & Texte" kannst du es mit eigenen Augen sehen.


Zuerst existiert eine große, verführerische Illusion: Denn deine Qualitäten, die du dir nie erlaubt hast nach außen zu kehren, konnten sich nicht an der Realität erproben und sind jetzt natürlich ziemlich abgetrennt von einer realistischen Einschätzung ihrer Stärke. Einige Schriften werden ohne Frage wahre Perlen sein, aber andere, so weh es auch tut, bleiben pure Übungstexte.


Dann kommen die Zweifel, die Ausreden und das Zurückrudern: dein Schatten. Du solltest hier im Innen bleiben, da man sich nicht ehrlich betrachten kann, wenn der Blick zu sehr ins Außen gerichtet ist. Zu schnell verliert man sich darin anderen gefallen zu wollen und sich in einer voyeuristischen Aufmerksamkeit zu laben; besonders in Zeiten der sozialen Medien ist die Verführung groß sich selbst zu vermarkten, als sich künstlerisch mitzuteilen. Sie geben uns eine gefährliche Illusion von Erfolg, die jede essentielle, seelische Arbeit für wertlos erklärt, da deine Arbeit für andere (noch) nicht von Bedeutung sein kann, wenn es kein Produkt zum Teilen gibt.


Steckst du da etwa grad drin ? Kennst du die folgenden Ausreden, wenn es darum geht, dir regelmäßig Zeit für deine Kunst zu nehmen ?


"Dafür habe ich jetzt keine Zeit."

"Was eine Stunde? Damit verdient man doch kein Geld."

"Was ist, wenn jemand Fremdes das liest ? Wie peinlich!"


Und die schlimmste Ausrede, mit der ich mich jahrelang vor mir selber gerechtfertigt habe, war: "Das ist nicht wichtig und interessiert niemanden."


Irgendwann klopfte das "Doch, doch." an die Tür, als ich feststellte, dass ich die Hälfte meines Lebens schon gelebt habe und trotz meiner persönlichen Errungenschaften nicht glücklicher war. Es fehlte dasselbe, das mir schon immer gefehlt hatte: Das wahre Ich. In "Goldklingeln. Gedichte & Texte" kannst du nachlesen, wie kontinuierlich und willensstark eine Seele Ausdruck verlangen kann. Mein inneres Erleben und Erwachen spiegeln sich in den Gedichten und Texten wider: Sie sind jung, stark, weise, schlicht und vieles mehr; mein persönliches Gold, jedenfalls ein Teil davon; der Motor und Heiler meiner Existenz.


Möge dir die künstlerische Kraft in dem kleinen Büchlein "Goldklingeln. Gedichte & Texte" den Mut geben, die Kreativität in dir stärker zu leben, deine Innerlichkeit zu ehren und authentisch und stark ins Außen zu treten.


© Manou Fines






bottom of page