• Manou Fines

Nach den Sternen greifen

Ich greife nach den Sternen,

gehen wir ins Licht.

Auch wenn du mich anschaust,

du siehst mich einfach nicht.


Deine Liebe geht und kommt

wie der wilde Wind.

So leise ich auch weine,

sie bringt kein liebes Kind.


Sie öffnet meine Wunden

immerfort und dort,

lässt mich drehen in Runden

an demselben Ort.


Hörst du meinen Klang

in der Nebelwand echoen?

Heute ist er für dich

ein leerer, hohler Ton?


Meine Tränen trocknen

und würzen meine Haut.

Ihre Wünsche weinen

in meinen Zellen laut.


Welchen Wert hat deine Liebe,

wenn ich wie jede andere bin?

Deine Hände sind wie Diebe

und suchen keinen Sinn.


Zu schnell drückte ich mein

Herz in deine Fläche rein.

Es pumpte groß und gütig,

in deine Bahnen klein.


So krümmten wir uns in

Schmerzen und ließen uns allein.

Die Leere liegt auf der

Lauer und will zu mir hinein.


Sag mir, meine Brise,

wohin ging dein letzter Kuss?

Wovor hast du Angst, wenn

du hörst ein Muss?


Ich brauche einen warmen

Strom, der mich umgleiten tut.

Ich brauche Liebe, Halt

und großen, festen Mut.

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©Manou Fines 2020